29
Aug

Leinenführigkeit – Was bedeutet das überhaupt?

Meiner Meinung nach übertreiben es viele Hundebesitzer mit der Leinenführigkeit und erwarten viel zu viel von Ihrem Hund.

Von mangelnder Leinenführigkeit spricht man, wenn ein Hund wirklich dauerhaft und Sie an straffer Leine hinterher zieht! Dies sollte natürlich verändert werden.

Viele Hundbesitzer verlangen von Ihrem Hund aber, dass er immer direkt neben dem Knie läuft, weder schnüffelt noch sonst etwas anderes tut. Das oft erwartete klassische „Bei Fuß“, wo der Hund wirklich voll aufmerksam direkt an Ihrem Bein laufen muss, womöglich noch Sie anstarrend, ist geistige Hochleistung für den Hund und hat generell beim Alltagsgassi nichts verloren.

Für mich gibt es keinen Grund, warum der Hund nicht die ihm zur Verfügung stehende Leinenlänge ausnutzen sollte ! Auch, wenn er die Leine kurz strafft, weil er am Wegesrand schnüffelt, bezeichne ich nicht als Problem. Ganz oft ist es sogar so, dass sich die Hunde selbst korrigieren, wenn Sie das Ende der Leine erreicht haben. Insbesondere, wenn man mit unterschiedlichen Leinen(-längen) arbeitet. Der Hund muss ja testen, wieviel Länge er zur Verfügung hat und tut dies, indem er 1-2 x ans Ende der Leine läuft und somit weiß, wo die Grenze ist.

Auch die Argumente „Der Chef geht voraus“ sind schwachsinnig und fallen unter die veraltete Dominanztheorie.

Ziel ist es, dass der Hund das „Lockere-Leine-Laufen“ lernt, indem er den ihm zur Verfügung stehenden Leinenradius einhält.

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