16
Jun

Kleiner Hund – na und ???

Kleine Hunde zählen in unserer Gesellschaft häufig zu den sogenannten „Kläffern“. Sätze wie „Die Kleinen sind die schlimmsten“ hört man immer wieder.

Viele Menschen machen sich lustig und bezeichnen die Kleinen als größenwahnsinnig.

Warum eigentlich? Meinen diese Menschen wirklich, dass die kleinen Hunde denken Sie könnten eine Dogge erlegen?

Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass diese kleinen Vertreter wahnsinnig Angst haben und von Ihren Menschen gegeben falls sogar gezwungen werden sich so zu verhalten?!

Warum?

10371619_727252870647555_5439823901623913786_nKleine Hunde werden leider oft nicht ernst genommen! Jeder kleine Hund hat mal gezeigt, dass er Schutz braucht, indem er z. B. den Rückwärtsgang einlegt hat oder sich hinter seinem Menschen versteckt, um sich in Sicherheit zu bringen ! Wenn das aber alles nichts hilft, muss er sich verteidigen und das geht nur, indem er den Vorwärtsgang einlegt, ganz nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung!“.

Viele kleine Hunde sind laut, ja. Aber nicht, weil sie größenwahnsinnig sind, sondern weil sie Angst haben!

Was würden wir Menschen tun, wenn ein Elefant direkt vor uns steht und wir nicht flüchten können, weil wir an einer Flexi-Leine in der Luft hängend wie eine Marionette am Elefant vorbei gezerrt werden ???

Klar, Menschen wählen oft den einfachsten Weg und ein 6 Kg Hund kann man mal eben wie eine Marionette händeln. ABER was würde man eigentlich tun, wenn wir eine Dogge an der Leine hätten? „Ja klar, mit so einem starken Hund muss man dann schon trainieren“, denken jetzt bestimmt viele.

Aber warum bekommen kleine Hunden nicht auch die Chance sich sicher zu fühlen und im Alltag von uns Menschen fair und respektvoll behandelt zu werden? Ja, es ist Arbeit und es kostet Zeit. Egal ob 3kg Chihuahua oder 70 kg Bernhardiner.

Aber ALLE haben es verdient!

Ich habe persönlich den direkten Vergleich und ich gebe zu Beginn auch den ein oder anderen Fehler mit Pepper gemacht zu haben. Man ist z. B. bei einem kleinen Hund schnell mal dazu geneigt ihn „wegzutragen“, wenn er auf Zuruf nicht kommt.

10371966_727248060648036_1643450583957247266_nIch persönlich danke meiner Pepper für ihre klare Ansprache diesbezüglich, denn Pepper lässt sich nicht einfach mal so wegtragen.

Aber wir mussten es üben, denn sie läuft z. B. die Treppe bei uns im Haus nicht herunter. Daher haben wir das Hochnehmen geübt wie ein Trick! Über das Signal „hoch“ und meine Hand vor die Brust biete ich es an. Möchte Sie hoch, geht sie mit den Vorderpfoten auf meinen Unterarm, tut sie das nicht, weiß ich Hochnehmen ist jetzt nicht angesagt, dann lasse ich es! Ich respektiere Sie!

Sie möchte oft von selbst auf meinen Arm, wenn sie z. B. vor etwas Angst hat. Das zeigt sie, indem sie mit den Vorderpfoten an meinem Bein hochkrabbelt. Ich nehme dieses Zeichen immer wahr und sie darf dann auch immer auf meinen Arm!

Die Kehrseite:
Vielen Kleinhund-Besitzer haben Angst, wenn Groß und Klein aufeinander trifft und nehmen sofort den Kleinen auf den Arm. Das ist auch nicht richtig, denn so bekommt der Kleine auch keine Chance zu lernen mit großen friedlich zu kommunizieren! Es ist wichtig, dass auch die Kleinen gute Erfahrungen mit den Großen machen.

Wenn große FREMDE Hunde auf uns treffen, geht Pepper erst neugierig darauf zu,  ist aber in naher Distanz schon sehr vorsichtig bis ängstlich. Ich unterstütze Sie mit verbalem Lob und Marker, um ihr Sicherheit zu geben und gute Stimmung zu verbreiten.

Ist der große Hund aufdringlich bzw. spüre ich, dass sie sich nicht entspannt oder unwohl fühlt, löse ich die Situation auf und wenn sie möchte darf sie natürlich auf meinen Arm!

Ist der große Hund nicht zu wild, entspannt sie sich schnell und legt auch mal eine Spiel-Runde ein.

Große bekannte Hunde, die wir immer wieder treffen begegnet sie sehr selbstsicher!

Sie hat gelernt, dass ich sie schütze, wenn es notwendig ist !

Liebe Menschen, ich bitte Euch, nehmt die Kleinen ernst und nehmt whar, welche Emotionen hinter dem Verhalten stecken.

Bitte schützt Sie, wenn sie es brauchen!

Bringt Ihnen das bei, was ihr auch einem großen, starken Hund lernen würdet. Die Kleinen werden es Euch mit viele Freude und Selbstsicherheit danken!

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