09
Mrz

Ohne Macke wär kacke – den eigenen Hund nehmen, wie er ist

Blog von Julia:

Wir alle kennen sie, die Situationen oder Tage, an denen man sich überlegt den eigenen Hund auf den Mond zu schießen, weil er einem alle Nerven geraubt hat oder man sich aufgrund seines Verhaltens in Grund und Boden schämt.

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Wieso geht er nicht an der lockeren Leine, wie die gemütliche Bulldogge vom Nachbarn?

Wieso sitzt der Rückruf nicht wie beim Schäferhund auf dem Feld?

Wieso lässt er andere Hunde nicht einfach in Ruhe, wie der Pudel dem man jeden Tag im Wald begegnet?

Stattdessen sollten wir uns lieber fragen:

Wieso vergleiche ich meinen Hund immer mit anderen?

Wir können nicht wissen, ob die draußen so gemütliche Bulldogge vielleicht keine Menschen mag und daher Besuch verbellt, … ob der Schäferhund, der beim ersten Rückrufpfiff sofort mit Vollspeed zum Herrchen umkehrt, im Haus regelmäßig die Sofakissen zerlegt, … ob der Pudel, der so herrlich desinteressiert an anderen Hunden ist, vielleicht nie von der Leine gelassen werden kann, weil er für sein Leben gerne jagt.

Was wir aber stattdessen sehr gut wissen, aber viel zu selten beachten ist, was unser Hund alles sehr gut kann.

Kein Hund jagt, bellt, beißt und zerlegt die Wohnung, um uns zu provozieren.

Hinter jedem Verhalten steckt ein guter Grund!

Anstatt uns immer nur zu fragen, wieso unser Hund nicht auch „so sein kann wie,…“, sollten wir uns fragen, weshalb er so ist, wie er ist. Und ihn auf seine Art zu schätzen wissen!

Steckt hinter dem Leinepöbeln die Angst vor fremden Hunden?

Verwüstet er die Wohnung, weil er unter Trennungsstress leidet?

Führt er meine Kommandos nicht aus, weil ich sie nicht kleinschrittig und klar genug aufgebaut habe?

Zieht er an der Leine, weil ich zu faul bin oder zu wenig Zeit habe, um konsequent daran zu trainieren?

Dazu kommt: Hunde sind keine Maschinen!

… sondern Lebewesen wie wir auch.

Mit Emotionen, Ängsten, Neugier, Impulsen und manchmal aufgebrauchten Nerven.

Wir haben alle gute und schlechte Tage – und wahrscheinlich hat der Hund sogar weitaus mehr gute Tage, als wir selbst. Mit dem Unterschied, dass der Hund an unseren schlechten Tagen nicht über uns urteilt und sich fragt, ob wir das alles nur tun, um ihn zu ärgern. Er nimmt sie hin und freut sich einfach über den nächsten guten Tag.

Macken hat jeder.

Und sie machen sowohl unsere Hunde, als auch uns zu einzigartigen Persönlichkeiten!

Sie formen den Charakter, machen ein Lebewesen individuell und interessant. Und vor allem geben sie uns die Chance, daran zu wachsen!

Macken haben alle.

Macken sind interessant, lehrreich und hilfreich.

Wir sollten sie schätzen, anstatt uns über sie zu ärgern.

Macken sind grosse Chancen!

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