Category: Leinenaggression

07
Nov

Training mit einem Leinenpöbler – Leinenaggression

Aus dem Fernsehen kennt man solche Trainings. Hunde springen in die Leine, bekommen eine Rappeldose vor die Füße gedonnert und halten die Klappe.

Wow.

Die Zuschauer sind begeistert, der Hund ist still. Spektakulär meint man.

… wenn auch nur für diesen Moment, aber er hat das unerwünschte Verhalten eingestellt. Was danach passiert ist zweitrangig.

Wer Schreckreize bereits ausprobiert hat, weiß, dass diese langfristig nicht helfen.

Wir machen das anders!

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28
Nov
08
Okt

Trainierst du schon oder reagierst du noch?

Immer wieder hört man, dass das Training über positive Verstärkung lange dauert…

Schauen wir es uns am Beispiel „Leinenaggression“ / „Leinenpöbler“ an.

Situation:

Hund springt bellend in die Leine, wenn er auf einen anderen Hund trifft.

Möglichkeit 1: „Rappeln“

Man wirft eine Rappeldose neben den Hund, damit er erschreckt.
→ der pöbelnde Hund erschreckt sich und stellt sein Bellen ein. Zumindest für eine kurze Zeit.
Der Mensch freut sich und sein Verhalten (das Werfen mit der Dose) wird verstärkt, da er damit das unerwünschte Verhalten unterbrechen konnte.

500 m weiter… nächste Begegnung: Rappeldose fliegt…Hund erschreckt und stellt Bellen ein, Mensch wird belohnt, …

und so weiter… Manche Menschen führen dann eben den Rest des Lebens Hund und Dose Gassi… was mit dem Argument unterstrichen wird, dass es reicht die Dose dabei zu haben und man sie ja gar nicht mehr werfen muss.Continue Reading..

07
Okt

Luki’s 1. Training – Leinenaggression

Luki, schokofarbener Labrador, 10 Monate.

Freundlich, aufgedreht, hibbelig… Er möchte / „muss“ seiner Meinung nach jeden Hund sofort begrüßen. Da dies nicht immer möglich ist, hat er eine Leinenaggression entwickelt. Ursache hier ist ganz klar: Frustration! Die Leine hält ihn davon ab zu tun, was er gerne möchte!

Er möchte hingehen, kann er das, ist er freundlich und spielt freundlich, hält ihn die Leine davon ab, führt er sich auf wie ein Rambo. Was dazu führt, dass die Menschen mit ihren Hunden ihm aus dem Weg gehen und er so zu immer weniger Kontakten kommt und sein Frust immer mehr wird.

Abgesehen von Hunde-Begegnungen ist er sehr stark aufgeregt draußen. Er befindet sich mitten in der Pubertät. Lesen Sie mehr: „Hirn wegen Umbau geschlossen!“

Auch Hündinnen interessieren ihn sehr und er kann sich schlecht konzentrieren. Verfolgt sehr stark Hündinnen-Spuren und ist sehr schlecht ansprechbar.

Im Video seht ihr seine 1. Trainingsstunde, in welcher ich mit dem Hund selbst trainiere. Ich möchte von ihm freiwilliges zurücknehmen und umorientieren. Ruhiges Verhalten, ruhiges anschauen und abwenden vom anderen Hund.

Er kann aufgrund seines hohen Erregungsniveaus keinerlei Futter nehmen, auch keine „Super-Leckerchen“. Ich biete es ihm im Video immer mal an, aber er nimmt es nie.

 Das ist aber überhaupt nicht schlimm, denn Positive Verstärkung ist viel mehr als Futter. Mit den richtigen Belohnungen klappt positives Training ohne Futter!

Ein Mix von Abwenden, Distanz und den Hund begrüßen dürfen als Belohnung bringt den Erfolg!

Die straffe Leine ist nicht schön, aber nicht schlimm und momentan nicht anders möglich. Er ist aufgrund seines Erregungsniveaus nicht in der Lage die Leine locker zu lassen, wenn er auf Hunde zugeht. Das ist aber kein Problem, denn in erster Linie geht es um das pöbelnde Verhalten, das trainiert werden soll.
Die straffe Leine ist zweitrangig. Ausserdem möchte ich ihn in seinem Erregungsniveau nicht ungebremst in den Hund reinrennen lassen.

Luki’s 1. Trainings-Stunde. 45 Minuten…

Wer sagt, dass positives Training lange dauert ???

 

09
Sep

Begegnungs-Training mit Rider

Rider, der 7 jährige Aussie-Rüde ist in Hundebegegnungen unsicher. Schon damals in der Welpengruppe fühlte er sich überfordert und es entstand relativ schnell eine große Unsicherheit gegenüber Hunden.

Er ist an der Leine der klassische „Leinenpöpler“, aber auch im Freilauf mit anderen Hunden ist er sehr unsicher und hüpft bellend um den anderen Hund.Continue Reading..