Archiv in der Kategorie ‘Kommunikation’

Das Markerwort

Sonntag, Oktober 3rd, 2010

“Die Arbeit mit Markersignal – Clickertraining” ist die Basis für eine eindeutige und erfolgreiche Kommunikation mit unserem Hund.

Man muss aber nicht zwingend einen Clicker dafür benutzen, sondern kann auch mit einem Markerwort arbeiten.

Es ist absolut sinnvoll, zusätzlich zum Clicker ein Markerwort aufzubauen, denn dieses haben Sie immer dabei und können es immer einsetzen, auch wenn Sie den Clicker gerade nicht betätigen können.

Wie auch das Click-Clack des Clickers sollte das Markerwort eindeutig und markant sein. Ein Wort, das wir nicht täglich im Sprachgebrauch benutzen. Wörter wie “fein, prima, gut, super, toll,…” benutzt man im Alltag sehr häufig und wir setzen sie oft auch als verbales Lob ein. Das ist kein Marker!

Als Markersignal bieten sich “ausserirdische” Wörter an, die keine Sinnbedeutung für uns Menschen haben, damit wir es nicht aus Versehen benutzen, sondern wirklich nur gezielt einsetzen.

Seien Sie kreativ!

Hier ein paar Beispiele: Click, Jep, Zack, Tick, Bing, Yes, …

Das Markerwort wird genauso klassisch konditioniert wie ein Clicker. Achten Sie schon bei der Konditionierung darauf, dass Sie unterschiedliche Belohnungen einsetzen, also nicht nur Futter, sondern auch Spiel oder gemeinsame Interaktion. Wenn Sie Ihren Hund auf das Markerwort nur mit Futter konditionieren, dann wird er auch Futter als Belohnung erwarten und ist evtl. enttäuscht, wenn Sie ihm ein Zerrtau vor die Nase halten.

Der Marker ist Versprechen auf Belohnung. -> “Verspochen ist Versprochen und wird nicht gebrochen!”

Lesen Sie weiter: Belohnungen in der Hundeerziehung

Die Arbeit mit Markersignal – Clickertraining

Sonntag, September 26th, 2010

Im Artikel “Kommunikation zwischen Mensch und Hund” habe ich verdeutlicht, dass wir einen Weg der Kommunikation wählen müssen, der für Mensch und Hund gleich verstanden wird.

Kommunikation und Zusammenarbeit ist immer Aufmerksamkeit von beiden Seiten.

Das Gehirn ist nicht immer in der Lage die vielen Reize zu verarbeiten. Es muss selektieren, welche Infos in einer Situation wichtig sind und welche nicht. Die Aufmerksamkeit ist überlebenswichtig! “Unwichtige” Dinge werden ausgeblendet!

Ungewöhnliche Dinge können Gefahren darstellen und ziehen daher Aufmerksamkeit auf sich. Ausserdem hat dies auch immer eine emotionale Bedeutung und je größer die emotionale Bedeutung einer Situation, desto mehr Aufmerksamkeit zieht sie auf sich.

Das Markersignal hat eine ganz große emotionale Bedeutung, denn dieses Signal bedeutet Bedürfnisbefriedigung (Futter, Zuwendung des Menschen, etc.).

Markersignal kann ein Clicker oder auch ein markantes Markerwort (Bsp.: “Click”, “Top”, “Jep”,…) sein.

Der Marker ist ein eindeutiger Hinweis für den Hund, dass er etwas richtig gemacht hat und etwas kommen wird, was für ihn wichtig ist und er löst positive Emotionen aus.

Das Markersignal wird nicht nur eingesetzt, um dem Hund Kunstückchen beizubringen, sondern im Alltag, in der Grunderziehung und auch bei der Lösung von Problemverhalten.

Wenn Sie von Ihrem Hund verlangen, dass er mit Ihnen zusammenarbeitet, dann müssen Sie ihm dies auch beantworten!

Mit dem Marker haben Sie es in der Hand, welches Verhalten Sie festigen möchten. Der Marker informiert den Hund ganz klar und eindeutig über die Konsequenz seines Verhaltens! -> Verhalten wird immer wieder gezeigt, wenn Bedürfnisse befriedigt werden!

Lesen Sie weiter: Das Markerwort

Kommunikation zwischen Mensch und Hund

Montag, September 20th, 2010

Was ist überhaupt Kommunikation ?

Kommunikation stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“. Kommunikation wird als „Austausch“ oder „Übertragung“ von Informationen beschrieben. (Auszug aus Wikipedia)

Was heisst das nun im Bezug auf Mensch und Hund ?

Hund ist und bleibt Hund - Mensch ist und bleibt Mensch. Kein Hund lernt die menschliche Sprache und kein Mensch kann hündisch lernen!

Der Mensch kann die Körpersprache der Hunde lesen lernen und so sein Verhalten verstehen, aber ein Mensch kann sich nie so ausdrücken oder verhalten wie ein Hund.

Wir müssen einen Weg wählen, der für Hund und Mensch gleich verständlich ist und Missverständnisse ausgeschlossen werden.

Meistens sieht man leider, dass bei vielen Mensch-Hund-Teams die Kommunikation eine Einbahnstraße des Menschen zum Hund ist.

Menschen achten einfach nicht auf die Signale des Hundes oder deuten diese auch noch fälschlicherweiße als respektlos oder dominant. Der Mensch versucht sich durchzusetzen und das Verhalten des Hundes zu unterdrücken, was zu Missverständnissen und (erheblichen) Probleme führt.

Dies liegt daran, dass immer noch die Meinung herrscht, dass Hunde täglich nach Macht streben und der Mensch immer aufpassen müsse, damit sein Rang-Status nicht gefährdet wird.

Diese Meinungen haben aber inzwischen Verhaltens-Biologen, wie zum Beispiel David Mech, widerlegt. Der Hund soll Hund sein dürfen, soweit dies in unserer Umwelt möglich ist.

Kommunikation heißt Zusammenarbeit und zusammen arbeiten funktioniert nur, wenn wir auf der gleichen Basis kommunizieren.

Miteinander statt gegeneinander!

Mit der gemeinsamen Kommunikation legen wir das Fundament für Kooperation, der Zusammenarbeit und dem entspannten Miteinander zwischen Mensch und Hund.

Lesen Sie weiter: Die Arbeit mit Markersignal