Wo Chico früher an der Leine tobte, hat er gelernt den Hund anzuzeigen und Alternativverhalten auszuführen.
Die Belohnungen müssen Bedürfnis befriedigen, damit sie Verhalten verstärken können. Bei Chico ist der passende Verstärker für ruhiges Verhalten, dass er zu dem Hund hingehen darf.
Da dies im Alltag nur sehr begrenzt möglich ist, muss man Alternativen wählen. Ich habe mit Chico das “Nach-Schnüffeln” erarbeitet.
Über “Zeigen & Benennen” hat Chico gelernt Kaninchen und Hasen anzuzeigen statt hinterher zu hetzen. Wichtig ist hierbei, Belohnungen zu wählen, die das aktuelle Bedürfnis des Hundes befriedigen.
Hier: Hetzen -> als Alternative zum Hasen: Den Ball
Für die meisten Hundebesitzer beginnt die Hundeschule-Laufbahn mit dem Einstieg in eine Welpenspielgruppe. Dort kommen die unterschiedlichsten Welpen zusammen, oft in Gruppengröße von mehr als 10 Welpen und das auf engem Raum. Es wird gerannt und getobt und die Menschen schauen freudig zu.
Die Erwartung an diese reinen Spielgruppen ist in den meisten Fällen, dass die Hunde den Umgang mit Artgenossen lernen und der Sozialkontakt gefördert wird.
Was aber soll ein Welpe von einem anderen Welpen lernen? Woher soll der Welpe gelernt haben wie man sich souverän verhält ?
Souveränes Verhalten kann nur von einem sozialkompetenten erwachsenen Hund gelernt werden.
In den meisten Welpenspielstunden wird genau das Gegenteil gefördert, indem die Welpen sich selbst überlassen werden. Sie hetzen, bedrängen und mobben sich gegenseitig.
Viele Welpen entwickeln in diesen Spiel-Gruppen große Unsicherheit und sogar Angst. Häufig wird hier die Grundlage für spätere Verhaltens-Probleme gelegt.
Hundekontakte sind für Ihren Welpen wichtig, aber nicht jeder Hund ist für Ihren Welpen gut !
Aus diesen genannten Gründen finden Sie in meinem Angebot keine reinen Welpenspielgruppen.
Ich arbeite mit Welpen in einer kleinen Gruppe von max. 4 -5 Welpen. Es wird immer mal wieder ein souveräner erwachsener Hund dabei sein.
Die Gruppenstunde ist ein Mix aus Alltagstraining, Ruhephasen und kurzen Freilauf-Sequenzen.
Wenn man mit Menschen und Hunden arbeitet, gerät man oft – und recht schnell – an eine spezielle Art von Hund. Da ist nämlich ganz oft die Rede von sogenannten „schwierigen Hunden“. „Das ist ein Problemhund“ hört man dann, wenn es im Zusammenleben von Mensch und Hund ein Problem – oder auch mehrere – gibt. Der Hund jagt, zerrt an der Leine, „hört“ nicht oder er beißt sogar. Also ist der Hund ein „Problemhund“.
Dass das „Problem“ oft gar nicht beim Hund selbst, sondern meist irgendwo zwischen Mensch und Hund verteilt oder gar beim Menschen selbst liegt, wird oft verkannt.
So weit, so schlecht.
Oft führt dann der Weg in eine Hundeschule, wo dann „Verhaltenstherapie“ gemacht wird. Und „Verhaltenstherapie“ tut weh. Leider zwar oft genug dem Hund, weil von Sprühhalsband bis Kettenwürger so einiges ausprobiert wird, was die Equipment-Industrie hergibt.
Aber das ist ein anderes Thema.
„Verhaltenstherapie“ tut weh, weil Wahrheit weh tut. Die kommt nämlich bei einer guten „Verhaltenstherapie“ mal auf den Tisch. Oft fließen dann auch mal Tränen, weil der Mensch erkennt, dass der „Problemhund“ gar nicht unbedingt einer ist, sondern dass die Probleme erst durch das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren des Zusammenlebens von Mensch und Tier entstehen.
Sie werden es schon geahnt haben:
Ich mag den Begriff „Problemhund“ nicht. Bei mir gibt es keine „Problemhunde“. Ich nenne sie „besondere Hunde“. Zwar ist selbstverständlich jeder Hund etwas besonderes, allein schon deshalb, weil als Individuum einzigartig. Aber dennoch möchte ich die Hunde, die man so leichtfertig „Problemhund“ nennt, als „besondere Hunde“ hervorheben, weil sie uns daran erinnern, dass nicht alles was wir unseren Hunden „antun“ auch in Ordnung ist.Es ist nicht in Ordnung, dass wir stets und ständig von unseren Hunden verlangen, alles hinzunehmen. Es ist nicht in Ordnung, es als selbstverständlich hinzunehmen, stundenlang allein zu bleiben. Es ist nicht in Ordnung von jagdlich motivierten Hunden zu verlangen, NIE zu jagen wenn wir im Gegenzug NICHTS dafür bieten. Und es ist nicht in Ordnung von Hunden zu verlangen, sich von allen und jedem anfassen zu lassen und mit jedem anderen Wesen immer „lieb“ und freundlich zu sein.
Diese „besonderen Hunde“ haben die Aufgabe uns diese Dinge immer mal wieder bewusst zu machen und darum schätze ich diese Hunde ganz besonders.
Schön reden kann jeder, nette Texte finden Sie auf fast jeder Hundeschule-Seite im Internet. Alle werben mit Schlagwörten wie Gewaltfrei, Stressfrei, Entspannt und noch vielem mehr.
Hinter den Kulissen sieht es leider oft anders aus: Es wird doch über Druck und Strafe gearbeitet, Hunde werden eingeschüchtert und lautstark zurecht gewiesen. Körpersprachliche Bedrängungen, Flanken zwicken, Lefzen ziehen, unangekündigte ruckartige Richtungswechsel, etc. werden angeleitet. Diese Methoden sind alles andere als gewalt- und stressfrei und können viele negative Nebenwirkungen mit sich bringen.
Ich möchte Ihnen gerne auf dieser Seite einen ersten Einblick in meine gewaltfreie Arbeit und den freundlichen Umgang mit Hunden ermöglichen.
Mit Positiver Verstärkung zu arbeiten heißt weder, dass der Hund Narrenfreiheit hat, noch, dass der Hund ununterbrochen mit Leckerlis gefüttert wird!
Um mit Positiver Verstärkung erfolgreich zu arbeiten, muss man seinen Hund sehr gut kennen und Belohnungen wählen, die bedürfnisbefriedigend und somit auch verstärkend sind.
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“Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund
nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus,
sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten.” Dr. Ute Blaschke-Berthold, www.cumcane.de
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Hetz-Verhalten kontrollieren:
Über “Zeigen & Benennen” hat Chico gelernt Kaninchen und Hasen anzuzeigen statt hinterher zu hetzen. Wichtig ist hierbei, Belohnungen zu wählen, die das aktuelle Bedürfnis des Hundes befriedigen. Hier: Hetzen -> als Alternative zum Hasen: Den Ball
Leinenaggressions-Training:
Wo Chico früher an der Leine tobte, hat er gelernt den Hund anzuzeigen und Alternativverhalten auszuführen. Die Belohnungen müssen Bedürfnis befriedigen, damit sie Verhalten verstärken können. Bei Chico ist der passende Verstärker für ruhiges Verhalten, dass er zu dem Hund hingehen darf. Da dies im Alltag nur sehr begrenzt möglich ist, muss man Alternativen wählen. Ich habe mit Chico das “Nach-Schnüffeln” erarbeitet.
Passt die Situation, darf er natürlich als Belohnung zu dem Hund hinlaufen: Hier sieht man sehr schön wie er, nachdem ich den Hund ankündigte, als Belohnung ausgiebig dort schnüffelt, wo der erste Hund im vorherigen Video her kam. Später durfte er dann als Belohnung für ruhiges Verhalten hingehen:
Was ist, wenn der Hund unerwünschtes Verhalten zeigt ? Unerwünschtes Verhalten wird mit einem positiv aufgebauten Signal unterbrochen, aber nie bestraft!