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Die konditionierte Entspannung beim Hund

Ein Text von Maria Rehberger,
Easy Dogs Hundeschule Nürnberg www.easy-dogs.net


Viele Hundebesitzer kennen das: Ein Gewitter zieht auf, der Hund läuft unruhig umher oder versucht sich zu verstecken, beginnt zu hecheln und zu speicheln. Ähnlich reagieren Hunde, die Angst bei Feuerwerk, beim Auto fahren, beim Alleine bleiben oder beim Tierarzt haben. Der Hund ist meist nicht mehr ansprechbar und sein Besitzer steht hilflos daneben.

In diesen Situationen sind das Easy Dogs Fleecehalstuch „Cool Down“ und die Ölmischungen der Easy Dogs Serie AROMA Training und Therapieempfehlenswert: Der Hund kann lernen Entspannung, den Gegenspieler von Angst, Aggression und Aufregung, mit verschiedenen Signalen in Verbindung zu bringen. Das kann ein bestimmtes Wort sein oder ein Halstuch mit einem angenehmen Wohlfühlduft.

Sind diese Signale gut trainiert, wird durch sie das Entspannungshormon Oxytocin freigesetzt und der Hund kann sich beruhigen. Entspannungstraining ist kein Allheilmittel, durch das sich alle Probleme, die man mit dem Hund im Alltag hat, in Luft auflösen. Entspannungstraining ist jedoch ein wirkungsvolles Hilfsmittel, um dem Hund stressige, nervenaufreibende Situationen zu erleichtern und Training in schwierigen Situationen überhaupt erst möglich zu machen – und das ganz ohne gefährliche Nebenwirkungen.

Entspannungssignale werden über klassische Konditionierung aufgebaut. Klassische Konditionierung ist das Erlernen eines Reiz-Reaktionsmusters. Das bedeutet, wann immer ein Entspannungssignal gegeben wird kurz bevor der Hund sich entspannt, lernt der Hund seinen entspannten Zustand mit diesem Signal in Verbindung zu bringen.

Nach ausreichend vielen Wiederholungen kann man mit diesem Signal Entspannung beim Hund auslösen. Es gibt zwei Möglichkeiten Entspannungssignale aufzubauen:
Beim aktiven Aufbau bringt man den Hund durch sanftes Streicheln oder Massieren dazu, sich zu entspannen. Beim passiven Aufbau wartet man einfach, bis sich der Hund von selbst entspannt. Sobald der Hund zur Ruhe kommt und beginnt sich zu entspannen, legt man das mit dem Entspannungsduft versehene Easy Dogs Fleecehalstuch „Cool Down“ in die Nähe des Hundes.

Entspannung mit einem Geruch zu verknüpfen und später darüber auszulösen ist besonders effektiv, weil Gerüche schnell ins Gehirn vordringen. Die beruhigende Wirkung der ätherischen Öle von Lavendel und Kamille ist überdies wissenschaftlich erwiesen und unterstützt das Entspannungstraining zusätzlich positiv.

Ist das Easy Dogs Fleecehalstuch „Cool Down“ mit einem Duft als Entspannungssignal aufgebaut, kann es dem Hund angelegt werden, um ihm stressige Situationen zu erleichtern.
Wichtig ist, das Fleecehalstuch regelmäßig „aufzuladen“, also es dem Hund immer wieder anzulegen, wenn er dabei ist, sich zu entspannen und sich wohl fühlt. Damit vermeidet man, dass die gelernte Verknüpfung „Tuch ist Entspannung“ erlischt oder sich sogar umkehrt und das Halstuch für den Hund zur Ankündigung für eine aufregende Situation wird.

Lesen Sie auch: Grundlagen, Aufbau & Konditonierung von Dr. Ute Blaschke-Berthold

Chico’s Entspannungstraining

Chico gehört auch zu den Hunden, die sehr leicht erregbar sind und sehr impulsiv reagieren.

"Alles Momo"

Das Entspannungstraining ist daher ein ganz wichtiger Bestandteil unseres Trainings. Chico hat “sein” klassisch konditioniertes Entspannungssignal “Momo” und auch ein Dufttuch, dass er in aufregenden Situationen trägt. Das Thundershirt testen wir noch, da ich mir nicht ganz sicher bin, ob er gehemmt oder entspannt ist. Er wirkt auf mich mit dem Shirt sehr entspannt, aber ich möchte das erst noch ein paar Tage beobachten.

Der erste “Beweis” für das Funktionieren des Entspannungssignals gab uns folgende Situation:

Chico ist zu Hause ein sehr entspannter Hund, er reagiert nicht auf Geräusche von draussen oder im Treppenhaus, er bellt nicht, er ist einfach sehr ruhig. Aber wenn Chico mit Jochen zu Hause war und ich von der Arbeit heim kam, Chico mich vom Balkon aus mit dem Auto anfahren sah, drehte er durch. Er bellte hoch erregt, er rannte über die Couch, sprang an Jochen hoch, rannte die Treppe hoch und wieder runter, drehte sich im Kreis und wenn ich die Tür aufmachte, flog mir ein großer brauner Labrador über den Parkett entgegen.

Wir haben wirklich alles versucht. Es war kein Alternativverhalten möglich, er war nicht ansprechbar und einfach viel zu aufgeregt.

Eines Tages kam ich wieder nach Hause und hörte schon vom Auto aus,  dass Chico bellte. Als ich aber ein paar Sekunden später an der Haustüre ankam, war es ruhig. Auch das Treppenhaus hoch in den 2. Stock kein Bellen zu hören. Ich schloss vorsichtig die Tür auf, da sitzt Mr. Chico mitten im Wohnzimmer und Jochen kniet daneben, streichelt ihn und meinte lächelnd: ”Alles Momo” !

Für uns ist das Entspannungstraining wirklich ein großer Schritt nach vorne, denn in der Vergangenheit war es eben so, dass es einige Minuten dauerte bis das Errregungssniveau wieder runter ging.

Insbesondere nach Hundebegegnungen ist er teilweise minutenlang sehr angespannt durch die Gegend gelaufen. Wenn dann ein nächster Hund auftauchte, ist er natürlich sofort explodiert.

Besonders freut es mich, was ich in den letzten Tagen mehrfach beobachtet habe. Chico schüttelt sich nach stressigen Situationen von sich aus oder sogar – gestern zum ersten Mal – hat er sich über die Vorderkörpertiefstellung ausgiebig streckt, nachdem wir eine Hundebegegnung gemeistert hatten.

Ein sehr interessanter Artikel zum Thema findet ihr hier:  Entspannung beim Hund, Vortrag von Dr. Ute Blaschke-Berthold