28
Jan

Begrüßungsjunkie – Begegnungen und Annäherungen

Aus dem Weg – Kumpel in Sicht! 🙃🥳

Du hast einen Hund, der einfach losrennt, wenn Hunde oder Menschen in Sicht sind? Er will und muss jedem „Hallo sagen“ ?

Das kann man trainieren!

Am besten von Anfang an, so wie ich das mit Clooney gemacht habe. Hier ein Video, Clooney mit 12 Wochen: https://fb.watch/aPgDZCfWfI/

Aber auch dann ist es nicht zu spät, um dem „Begrüssungszwang“ Herr oder Frau zu werden! 😎

Und das Allerwichtigste ist, dass man das bei JEDER Begegnung macht!!!
Nicht nur, wenn der ungemütliche Hund entgegen kommt oder ein Mensch, den ihr nicht leiden könnt. Nein, bei jedem heißt auch bei Hunde Kumpels, Freunden und Bekannten!
Und ja, auch bei Verabredungen!!!

Dein Hund macht keinen Unterschied!

Es läuft IMMER folgendes ab:
Hund / Mensch in Sicht -> ich renne da nun hin -> Glücksgefühle auf dem Weg -> Kontaktaufnahme -> 100% Verstärkungen / Belohnung für Deinen Hund!

Das macht Spaß und Lust auf mehr, also macht Dein Hund das genauso wieder!

Dabei ist völlig egal, ob ihr den gegenüber kennt oder nicht!
Bei bekannten Hunden ist es sogar oft noch schwerer!

Euer Hund lernt in jeder Begegnung und unterscheidet nicht, ob das die nette Nala, der coole Sam oder der nicht verträgliche Schröder da vorne ist.
Je nach Gegenüber fällt die Kontaktaufnahme anders aus, aber das „Aus dem Weg – ich MUSS dahin“ das ist und bleibt identisch.

Ganz blöd wird es, wenn der Begrüßungsjunkie unkontrolliert zu Hunden rennt, die keinen Kontakt möchten und an der Leine geführt werden!
Das kann nicht nur richtig schief gehen, es ist auch respektlos seinen Hund einfach zu anderen rennen zu lassen!

Es hat immer einen Grund, warum der gegenüber keinen Kontakt möchte und das muss JEDER akzeptieren!

Eine Kontaktaufnahme ist völlig ok, wenn man das vorher abspricht und man mit dem Hund in der Annäherung arbeitet und trainiert, damit er nicht aus großer Distanz dort hinballert!

Eine gute Distanz ist erreicht, wenn man mit dem Menschen gegenüber ganz normal sprechen kann! Also ca. 10m 😎

Zu dem Begrüssungsdrang kommt, dass Hunde häufig Frust an der Leine entwickeln, wenn das alles nicht so läuft wie sie wollen und daraus eine Leinenaggreasion entstehen kann!

Daher ist es so wichtig auch zu üben, dass das Begrüßen nicht immer möglich ist. Am besten schon mit Welpen!

Also, was ist zu tun?

⚪️ Leine zur Absicherung
⚪️ Aufmerksamkeitsteilung üben
⚪️ Hinschauen – wegschauen üben
⚪️ Kontakt mit Besitzer aufnehmen
⚪️ Alternativen üben statt losrennen
⚪️ Begrüßen auf Freigabe-Signal / Erlaubnis
⚪️ Und: das Gegenüber auch mal links liegen lassen üben

Hier im Video seht ihr Clooney in der Annäherung an Pebbles.

Clooney ist nun 15 Monate und als Testosteron-Bomber on Tour, d.h. voll in der Pubertät, muss gefühlt jeden Grashalm markieren 🙆🏻‍♀️🤷🏻‍♀️ Er hatte die letzten Wochen in Begegnungen angefangen sich „festzuschauen“ und war schlechter ansprechbar. Ganz normal in dem Alter, aber Zeichen für mich hier wieder intensiver dran zu arbeiten!

INFO: das Video ist ab der 1. Sek ungeschnitten!

Er strafft hier im Video ein paar Mal die Leine, das korrigiere ich hier bewusst nicht, er muss auch nicht neben mir laufen und kann den Leinenradius ausnutzen.
Warum?
Ich möchte absolut keinen Leinen-Frust aufbauen und ich möchte, dass er selbst nachdenkt… daher sag ich ihm nur das Geringste und lass ihn machen…. Bestätige ihn, wenn er was Gutes macht, wie z.B. das Abwenden von Pebbles!

Und wie man sieht ist die tatsächliche Kontaktaufnahme völlig easy… er geht sogar zuerst trotz Erlaubnis nicht hin 😁 das liegt daran, dass er seine Aufmerksamkeit immer wieder geteilt hat und der Fokus auf Pebbles nicht im Mittelpunkt stand.

Wer hat nen Begrüßungsjunkie und mag daran arbeiten? Meldet Euch bei uns! 😎

 

 

 

Comments ( 1 )
  • Bärbel says:

    Hallo Nadine,
    das Thema Begrüßungsjunkie passt so wunderbar zu Rumi. Wenn sich da also ein Training ergibt etc.,lass es mich bitte wissen.

    Gruß,
    Bärbel

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